Finanzierungslösungen für die Industrie 4.0

Unternehmen, die frühzeitig in die digitale Transformation investieren, profitieren im Rahmen von Industrie 4.0 mit hoher Wahrscheinlichkeit von erheblichen Wettbewerbsvorteilen. Das Angebot von Siemens umfasst eine breite Palette an hochmodernen Technologie- und Finanzierungslösungen, mit denen Industrieunternehmen ihre digitale Transformation vorantreiben und ihren Wettbewerbern zuvorkommen können.

Die Entwicklung hin zu Industrie 4.0 bringt neue Maschinen, Technologien und Anlagen mit sich, mit denen sich Produktionsprozesse, Qualitätssicherung, Wartung, Planung, Prognose, Innovation und Entdeckung, Markteinführungszeiten, Effizienzsteigerungen innerhalb der Lieferkette und zahlreiche andere Aspekte der industriellen Fertigung nahezu vollständig digitalisieren lassen. Die digitale Erfassung und Weitergabe von Daten in Echtzeit bietet ein nie dagewesenes Maß an Flexibilität und Effizienz. Dies ermöglicht eine drastische Senkung der Produktionskosten, während gleichzeitig Skalierung, Agilität und Rentabilität spürbar gesteigert werden.

 

Vor diesem Hintergrund wird derzeit vor allem diskutiert, wie schnell die digitale Transformation effektiv umgesetzt werden kann. Siemens Financial Services (SFS) unterstützt große und kleinere Industrieunternehmen bei der Migration zu Industrie 4.0, damit diese so früh wie möglich von den damit verbundenen Wettbewerbsvorteilen profitieren können, und zwar ohne ihre Verbindlichkeiten oder Cashflows über Gebühr zu belasten.

Der berühmte frühe Vogel

Bei der Evolution von Märkten sind es in aller Regel die frühen Akteure, das heißt die 50 Prozent der Marktteilnehmer, die als erste in neue Technologien oder Geschäftsmodelle investieren), die anschließend die größten Wettbewerbsvorteile genießen, während die Nachzügler oftmals das Nachsehen haben. 

Frühe Akteure sichern sich die größten Wettbewerbsvorteile.

Die Nachzügler am Markt müssen früher oder später ebenfalls in neue Technologien oder Geschäftsmodelle investieren. Allerdings sichern sie sich keine signifikanten Vorteile mehr, weil sie lediglich an die neue Norm aufschließen.

SFS-Studie „Industrie 4.0: Countdown zum Wendepunkt“ 

In einer aktuellen SFS-Untersuchung wird die geschätzte Dauer bis zum kritischen Punkt beleuchtet, an dem 50 Prozent der Industrieunternehmen die erforderlichen Investitionen getätigt haben. Hieraus ergibt sich ein begrenztes Zeitfenster für Unternehmen, die mit ihren Investitionen in die digitale Transformation die angestrebte Kapitalrendite erzielen wollen. Spätere Investitionen in digitale Technologien können immer noch zu Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen beitragen, verschaffen aber keine zusätzlichen Wettbewerbsvorteile mehr.

Nachforschungen bei Herstellern

SFS hat Marktteilnehmer auf der ganzen Welt befragt, darunter Fertigungsunternehmen, Wirtschaftsverbände, Unternehmensberater und Wissenschaftler. Die Untersuchungen haben ergeben, dass bei größeren Industrieunternehmen der kritische Zeitpunkt am Markt voraussichtlich in fünf bis sieben Jahren erreicht wird, während das Zeitfenster für mittelständische Unternehmen auf neun bis elf Jahre geschätzt wird.

Aufbruch in Richtung Industrie 4.0

Im Rahmen der Befragung wurde auch ermittelt, wie viele Teilnehmer bereits größere Pilotprojekte im Kontext von Industrie 4.0 gestartet haben. Diese Daten liefern wichtige Erkenntnisse zum aktuellen Stand der Entwicklung. SFS unterstützt zahlreiche Industrieunternehmen durch Pilotprojekte für neue Technologien oder Lösungen zur digitalen Transformation.

 

Den Untersuchungen zufolge haben 70 bis 80 Prozent der großen Unternehmen bereits signifikante Pilotprojekte im Bereich Produktionslösungen für Industrie 4.0 implementiert. Bei kleinen und mittleren Unternehmen liegt dieser Wert lediglich bei 40 bis 50 Prozent. Zwar lässt sich bei der Entwicklung hin zu Industrie 4.0 eine gewisse Dynamik beobachten, doch zahlreiche Unternehmen könnten von einer schnelleren Transformation profitieren, insbesondere da etablierte Marktteilnehmer danach streben, ihre Präsenz in neuen Märkten zu festigen, junge Unternehmen zu überflügeln und den disruptiven Wandel zu steuern.

Große Marktteilnehmer sind oftmals einen Schritt voraus

Vor diesem Hintergrund belegen die Ergebnisse der Untersuchung eine deutliche Lücke zwischen größeren und kleineren Industrieunternehmen. Anders ausgedrückt: Das Rennen um die digitale Transformation findet in zwei Klassen statt. Große Unternehmen haben in vielen Fällen mehr Geld in herkömmliche Produktionssysteme investiert als kleinere Wettbewerber. Obwohl sie also über eine stärkere Skalierung und mehr Marktmacht verfügen, stellt die digitale Transformation diese Marktteilnehmer oftmals vor komplexere Herausforderungen. Darüber hinaus könnte bei kleineren Unternehmen der Eindruck entstehen, dass spezialisierte Finanzierungslösungen nur für große Player verfügbar sind,* obwohl dies nicht der Fall ist. SFS unterstützt Unternehmen jeder Größenordnung auf dem Weg zur digitalen Transformation.

Finance 4.0 als Basis für die digitale Transformation

Im Rahmen der Untersuchung wurden die teilnehmenden Unternehmen auch dazu befragt, inwieweit sie beim Übergang zu Industrie 4.0 spezialisierte Finanzierungslösungen nutzen. In vielen Fällen ist das Fehlen einer angemessenen Finanzierung ein wesentliches Hindernis für die digitale Transformation. Hersteller profitieren von einem Kapitalgeber wie SFS, der den wirtschaftlichen Nutzen von Industrie 4.0 versteht und tragfähige Finanzierungslösungen unter Berücksichtigung der jeweiligen Cashflows anbieten kann. Finanzierungstechniken, die eine nachhaltige digitale Transformation ermöglichen, werden unter dem Stichwort „Finance 4.0“ zusammengefasst.

 

Finance 4.0 bietet die Basis für eine nachhaltige digitale Transformation.

Eine maßgeschneiderte Finanzierung durch SFS ermöglicht es Unternehmen, frühzeitig in die digitale Transformation zu investieren und sich signifikante Wettbewerbsvorteile zu sichern, bevor andere den ersten Schritt machen. Das Angebot an Lösungen im Bereich Finance 4.0 umfasst:

Zugangs- und nutzungsbasierte Finanzierungslösungen für Anlagen und Technologie

Ob Pilotprojekt oder Ausbau der laufenden Strategie: Zahlreiche Hersteller haben Bedarf an Finanzierungslösungen zur Anschaffung neuer Technologien, Maschinen oder Systeme, ohne dabei eigenes Kapital aufwenden zu müssen. Die frühzeitige Kooperation mit den richtigen Finanzierungspartnern erlaubt es Unternehmen, Pilotprojekte angemessen zu dimensionieren und auszustatten, ohne unnötige finanzielle Belastungen in Kauf nehmen zu müssen, und dabei gleichzeitig den Business Case durch Zugang zur besten verfügbaren Technologie zu stärken. Die verfügbaren Finanzierungslösungen sind breit gefächert und reichen von Finanz- und operativen Leasings über Mietangebote bis hin zum Mietkauf. 

 

Upgrades und Updates

 

Integrierte Lösungen zur Anschaffung neuer Anlagen und Technologien während der Finanzierungslaufzeit bieten einen sinnvollen Schutz gegen Überalterung der vorhandenen Anlagen.

 

Software

 

Die Sammlung und Weiterleitung digitaler Performancedaten in Echtzeit ist ein wesentlicher Faktor für die Optimierung und Weiterentwicklung von Produktionsprozessen. Auch für Konzepte wie vorausschauende Wartung oder Fernwartung ist dieser Faktor essenziell. Aus diesem Grund erfordert die digitale Transformation den kombinierten Einsatz von Hardware- und Softwarelösungen. Spezialisierte Kapitalgeber sind mit dieser Fragestellung vertraut und bieten Unternehmen integrierte Lösungen für ihren Finanzierungsbedarf.

 

Ergebnisbasierte Zahlungsmodelle

Monatliche Zahlungen werden durch Einsparungen oder zusätzliche Gewinne aus der Nutzung neuer Technologien finanziert. 

 

Finanzierungsmodelle für den Übergang vom Pilotprojekt zum etablierten Standard

 

Einige Finanzierungsmodelle ermöglichen den Aufschub von Zahlungen für neue Systeme oder „Testballons“, bis diese zuverlässig Gewinne erwirtschaften.

 

Working-Capital-Lösungen

Die Verwaltung ihrer Cashflows stellt Hersteller vor immer größere Herausforderungen. Mehrwert-Finanzierungslösungen von spezialisierten Kapitalgebern (in der Regel rechnungsbasiert) können Unternehmen dabei unterstützen, die sich aus der Nutzung neuer Technologien ergebenden Belastungen für ihre Cashflows erfolgreich zu navigieren.

 

Finanzierungslösungen zur Stärkung der Absatzdynamik bei OEMs/Erstausrüstern

Finanzierungsprogramme für Verkäufer bieten OEMs einen zusätzlichen potenziellen Wettbewerbsvorteil, da sie ihr eigenes Geschäft stärken oder die digitale Transformation ihre Kunden unterstützen können. 

* siehe dazu auch: Friedrich Ebert Stiftung, C Schroder, The Challenges of Industry 4.0 for Small and Medium-sized Enterprises, 2016

 

Ansprechpartner:

Fraser McGregor
+44 7808 827282

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