Mit klugen Konzepten Standards setzen

Wie die Beispiele Vetri Speciali (Italien) und Industria Vidriera de Coahuila (Mexiko) zeigen, realisiert Zippe weltweit kundenspezifisch automatisierte, hocheffiziente ­Gemenge- und Scherbenanlagen.

Als langjähriger Partner hat die Zippe ­Industrieanlagen GmbH aus Wertheim umfassendes Know-how im Umgang mit Steuerungssystemen von Siemens. Ganz gleich, ob sich der Kunde für ein Prozessleitsystem Simatic PCS 7 oder eine SCADA-Lösung basierend auf Simatic WinCC im Zusammenspiel mit Totally Integrated Automation entscheidet – basierend auf etablierten Standards generiert Zippe exakt auf die Wünsche des Kunden zugeschnittene Lösungen. Das zeigen verschiedene Projekte aus der ­jüngeren ­Vergangenheit.

Beide Projekte ­zeigen, dass die ­Vernetzung ­rasant fortschreitet und Industrie 4.0 ein ­integraler Bestandteil heutiger Automatisierungslösungen von Zippe ist.
Joachim Ullrich, Bereichsleiter Steuerungsbau bei Zippe

Für Anlagen jeder Größe

Eine Art Hausstandard an Zippe-Anlagen jeder Größe sind seit vielen Jahren schon Steuerungen, Antriebstechnik, HMI-Systeme und zum Teil auch Messtechnik von Siemens. Mittlerweile haben sich Advanced ­Controller der jüngsten Generation Simatic S7-1500 auch als Basis komplexerer Gemengehaussteuerungen etabliert.

Vetri Speciali – Spezialgläser made in Italy

So auch im Rahmen eines erfolgreich abgeschlossenen Projekts bei Vetri Speciali. Der Name ist zugleich Programm des international agierenden Herstellers von Hohlglasbehältern für Spezialanwendungen aus Trient. Zippe hat für die Italiener eine Gemengeanlage mit Rohmaterialzuführung und Vormischanlage einschließlich Scherbenrückführung mit Kratzerförderer und Füllstandskontrolle realisiert. Die Glasspezialisten aus Wertheim waren dabei auch verantwortlich für die Steuerungssysteme einschließlich der elektrischen Inbetriebnahme und des Hochlaufs der Anlage.

 

„Für eine Siemens-Lösung hat sich der Betreiber ­entschieden, weil sie die Automatisierungs- und mit WinCC die SCADA-Ebene nahtlos verbindet, moderne Bedienkonzepte unterstützt und die gewünscht hohe Systemperformance bietet“, so Joachim Ullrich, ­Bereichsleiter Steuerungsbau bei Zippe.

Advanced Controller Simatic S7-1500 von Siemens haben sich als Basis komplexerer Automatisierungslösungen für Gemengeanlagen von Zippe etabliert.

Integration à la Industrie 4.0

Redundante Server gewährleisten eine hohe Verfüg­barkeit beim zentral von der Ofenwarte aus koordinierten Betrieb von Gemengeanlage, Silobefüllung und Scherbenrückführung. Zusätzlich zu den PC-basierten Leitrechnern kann eine lokale Überwachung der ­Scherbenanlage über Simatic Touchpanels erfolgen.

 

Neben Siwarex Wägesystemen von Siemens hat Zippe auch eigene, speziell für die Glasindustrie entwickelte Wägeindikatoren installiert. Beide Systeme übermitteln die Gewichte von Rohstoffen, Scherben sowie Daten der Misch- und Kontrollwaagen an die zentrale ­Steue­rung. Dank präziser elektrischer Ansteuerung der Dosieraggregate ist dabei grammgenaue Dosierung möglich.

 

Füllstandsensoren aus dem Sitrans-Spektrum von Siemens ermitteln kontinuierlich die Füllstände der Silos und übertragen die analogen Messsignale über die SPS an das SCADA-System. Auch die Integration von Frequenzumrichtern und Barcodelesern für die Selek­tion der Silos ist problemlos möglich. Auf Anhieb bewährt hat sich der Einsatz tragbarer Simatic Mobile Panel MP277 IWLAN V2 als flexible Bedieneinheiten im Feld. Für ein stabiles Industrial Wireless LAN und die Verbindung zum Leitsystem sorgen in vielen Anwendungen bewährte Industrial Ethernet Access Points Scalance W788-1.

Industria Vidriera de Coahuila – ­Gemengeanlage in Mexiko

Nach demselben Erfolgskonzept hat Zippe auch im nordmexikanischen Nava, rund 30 Kilometer vor der Grenze zu Texas, eine neue Gemengeanlage aufgebaut, durchgängig automatisiert und vernetzt. Betreiber dort ist Industria Vidriera de Coahuila (IVC). Die Glasfabrik produziert exklusiv Flaschen für die direkt angrenzende firmeneigene Großbrauerei. Die neue, schlüsselfertig übergebene Gemengeanlage von Zippe sichert dabei die Versorgung einer Wanne mit einer täglichen Leistung von bis zu 560 Tonnen. Darüber hinaus haben die Ausrüster auch Scherbenrückführungssysteme für zwei weitere neue Schmelzwannen geliefert.

 

Den Betrieb von Gemengeanlage, Silobeschickung und Scherbenrückführungen koordinieren jeweils eigene Simatic S7-Steuerungen. Auch hier stehen zwei redundante WinCC-Server und mehrere dezentrale Simatic Comfort Panels für zuverlässigen Betrieb und höchste Verfügbarkeit. Bei IVC unterstützt ein Simatic Mobile Panel mobiles Bedienen und Beobachten im Bereich der Wägesysteme. Scalance Access Points von Siemens sorgen für eine optimale Funknetzabdeckung. Durchweg vernetzte Wägeindikatoren sind von stationären Bedienstationen und mobilen Panels aus erreichbar, um beispielsweise Waagen vor Ort zu kalibrieren oder aus der Ferne zu diagnostizieren.

5.10.2018

Picture credits: Siemens AG

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