Aïshti Foundation in Beirut: Kunst- und Shoppingtempel in einem

Die hochmoderne Aïshti Foundation in Beirut setzt neue Maßstäbe. Exklusives Einkaufszentrum und Kunstgalerie zugleich, verfügt sie über einen Skulpturengarten und eine Laufstrecke. Besonders stolz ist die Aïshti Foundation auf die topmoderne Gebäudeautomation von Siemens.

Die Aïshti Foundation ist in einer Stadt beheimatet, die den Überfluss zelebriert. Und sie ist ein Einkaufstempel im Zeitalter des Online-Shoppings. Etwas Einzigartiges zu schaffen, das diese Gegensätze überbrücken und einen würde, war eines der Ziele, das Tony Salamé, Gründer und CEO von Aïshti, einer der erfolgreichsten Mode-Einzelhandelskonzerne der Region, mit dieser Fusion von Einkaufszentrum und Kunstgalerie erreichen wollte.

„Wir wollten für anspruchsvolle Kunden eine besondere Atmosphäre schaffen. In der heutigen Zeit geht es nicht darum, in ein Geschäft zu kommen und einzukaufen, das kann man online machen. Es geht darum, wie wir das Einkaufserlebnis für den Einkäufer steigern oder ihn überraschen können“, erklärt Salamé.

Das beste Gebäudemanagementsystem

Das Gebäude wurde vom gefeierten britischen Architekten David Adjaye entworfen – kein Wunder, steckt es voll von optischen Überraschungen: angefangen beim Maschrabiyya-ähnlichen, roten äußeren Metallrahmen über die Spiegel bis zum schwarz-weißen Marmorboden im Einkaufszentrum.

Die internationale Reichweite von Aïshti und Salamé zeigte sich im Oktober 2015: An der Eröffnung nahmen Hunderte von regionalen und globalen Führungskräften von Modemarken und Kunsthändler, Künstler und hohe Regierungsvertreter teil. Das unterstreicht die ehrgeizigen Ziele, die Salamé seinen Filialen, seiner Organisation und jetzt auch der Aïshti Foundation gesetzt hat.

Darum wählte er Adjaye, um das Gebäude zu entwerfen, und Siemens, um das Gebäudemanagementsystem (BMS) bereitzustellen. „Es geht immer darum, mit den Besten zusammenzuarbeiten, daher wollten wir die Installation des BMS mit Siemens durchführen“, erklärt Salamé.

Siemens überzeugte Salamé mit zwei Vorteilen: mit der modernen Gebäudemanagementplattform Desigo CC und mit dem Siemens Solution Partner, Khater Engineering, mit dem Salamé schon früher gearbeitet hatte. Desigo CC deckt mit seiner einheitlichen Ansicht und der Leitstelle die ganze Gebäudeleistung ab. Die Plattform stellt die Bedienung für Gebäudeautomation, Brand- und Personenschutz, Beleuchtung, IP-Kameras, Strom und Energie bereit.

Heutzutage müssen nachhaltige Gebäude gebaut werden.
Tony Salamé, Aïshti Foundation

Ständige Anpassung an die Umgebung

Neben Desigo CC umfasst die komplette Lösung von Siemens die Automationsstationen von Desigo PX, um Kühlanlage, Kesselanlage, Belüftungssystem, Standbelüftung, Wasserversorgung, Raumthermostate, die über KNX-Bus kommunizieren, und Acvatix-Ventile und Stellantriebe, um das Kühlsystem zu regeln. Diese Technologie unterstützt Salamés Vision von einem hocheffizienten Gebäude: „Heutzutage müssen nachhaltige Gebäude gebaut werden.“ Salamé fügt hinzu: „Ein bewusster Umgang mit der Umwelt und weniger Energieverbrauch sind das Mindeste, was wir tun können.“

Antoine Makhoul, Administration Manager bei Khater Engineering, ergänzt: „Aïshti Foundation kann mit einem lebenden Organismus verglichen werden, der sich effizient und harmonisch ständig an seine Umgebung anpasst. Indem das Gebäude seine Energieflüsse optimiert und hocheffiziente Technologien von Siemens einsetzt, spart es viel Energie ein. So werden die Betriebskosten und die CO2-Emissionen gesenkt.“

Schnelle Lieferung

Siemens und Khater Engineering unterstützten den Kunden auch dabei, das Gebäude termingerecht zu eröffnen. Dies war vor allem aufgrund der hochkarätigen internationalen Gästeliste äußerst wichtig. „Aïshti Foundation war ein schnelles Projekt. Die Kühlwasseranlage wurde nur drei Tage vor der Eröffnung in Betrieb genommen. Mit den Acvatix-Ventilen konnten wir die Inbetriebnahme kurzfristig durchführen und die Übergabe geschah rechtzeitig, mit einer voll betriebsfähigen und gut kontrollierten HLK-Anlage“, erzählt Makhoul.

Das Gebäude auf dem neugewonnenen Land am Meer symbolisiert die gemeinsame Geschichte des heutigen Beirut und der seefahrenden Phönizier, die einst aus dem Libanon kamen. „Es fühlt sich wunderbar an, am Wasser zu sein“, sinniert Salamé. „Historisch gesehen waren Beirut und die Phönizier immer mit dem Meer verbunden. Darum ist Aïshti Foundation wie ein großes Boot am Wasser.“

1989 träumte Tony Salamé davon, für das neue Jahrtausend einen eigenen Lebensstil zu kreieren: Aïshti, das im Libanon den ultimativen Luxus verkörpert.


Seit seiner Gründung hat sich Aïshti von einem einzelnen Bekleidungsgeschäft zu einer erfolgreichen Kette entwickelt, die in ihren zahlreichen Filialen im Libanon angesehene Luxusmarken führt. Dazu gehören Prada, Miu Miu, Saint Laurent Paris, Dolce & Gabbana, Dior, Valentino, Roberto Cavalli, Marc Jacobs, Burberry, Fendi, Chloé und viele mehr. Außerdem gehören der Aïshti Group auch mehrere Monobrand-Geschäfte wie Cartier, Gucci, Céline, Zegna und Diesel.


Das Unternehmen ist mit dem Spa und Haarsalon ÏDAYSpa im Aïshti-Geschäft in Downtown Beirut und dem berühmten Urban Retreat SPA im Aïshti by the Sea in Antelias auch in Parallelbranchen eingestiegen. Zusätzlich veröffentlicht es ein mondänes Hochglanz-Lifestyle-Magazin, mit den Schwerpunkten Mode, Unterhaltung und Design. Schließich werden im Namen von Aïshti drei Restaurants betrieben: People Downtown, People Faqra und ART People.

 

20.01.2017

Text: Ward Pincus, Journalist in Dubai

Bilder: Andreas Messner

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