Mehr Effizienz dank besserer Sicherheit

Der Hafen, der in Florida am schnellsten wächst, heißt Port Manatee. Moderneste Zutrittskontroll- und Sicherheitssysteme kommen hier zum Einsatz.

Der Panamakanal wird ausgebaut und von dieser Erweiterung der wichtigen Meeresstraße profitiert auch Port Manatee, der am schnellsten wachsende Handelshafen in Florida. Auf seine große Rolle im weltweiten Transportnetz bereitet sich der Hafen daher gut vor.


Jedes Jahr werden in Port Manatee rund acht Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen – von frischem Obst über Kraftwerksturbinen bis zu Benzin und anderen Rohstoffen. Hunderte von Arbeitern gehen auf diesem 4,5 Quadratkilometer großen Grundstück täglich ein und aus. Die Sicherheit der Infrastruktur des Hafens und seiner Fracht hat höchste Priorität, während sich gleichzeitig Fahrzeuge und Mitarbeiter rasch durch den Hafen bewegen können müssen.

„Weil sich unser Geschäft dauernd weiterentwickelt und verändert, ist es sehr schwierig, eine Standardlösung zu finden, die Sicherheitsfragen behandelt“, sagt David St. Pierre, Leiter der Seehafensicherheit im Port Manatee. „Wir benötigten eine Lösung, die alle unsere spezifischen Anforderungen abdeckt.“

 

St. Pierre betont, dass trotz der verschiedenen Frachten und unterschiedlichen Warenträgern in den Häfen,  die Sicherheit ein gemeinsamer Nenner ist. Port Manatee und Siemens setzten sich gemeinsam zum Ziel ein Zutrittskontrollsystem zu implementieren, das dem in den USA staatlich vorgeschriebenen „Transportation Worker Identification Credential System“ (TWIC) gerecht wird.

 

Das ganze Potenzial des Hafens sollte einbezogen werden, um Port Manatee zu einem der führenden amerikanischen Seehäfen zu machen. Das Zutrittskontrollsystem sollte auch zur Verbesserung der Auslastung des Hafens verhelfen, um so den Gewinn des Hafens zu steigern und gleichzeitig Kunden zu gewinnen und an sich zu binden.

Eine integrierte Lösung

Die Lösung fanden St. Pierre und seine Mitarbeiter in einer integrierten Zutrittskontrolle und einem technischen Sicherheitsinformations-Managementsystem. Es steuert die Zutrittskontrolle und Systeme wie Videoüberwachung, Brandschutz und Beleuchtung über eine einzige Schnittstelle. Durch die Kombination zweier Technologien – dem Zutrittskontrollsystem SiPass und der Vantage Physical Security Information Management (PSIM)-Lösung – kann Port Manatee einen eindeutigen Abgleich vornehmen, mit dem die Dienstleistungen, die Fracht, und deren Interaktionen mit den Hafenarbeitern überwacht und dokumentiert werden.

Gemeinsam mit Siemens wurden benutzerdefinierte Workflows entwickelt, welche die Vielfalt der Benutzer, Frachtarten und Transportträger berücksichtigen und für eine einfach zu bedienende Verwaltung sorgen. Beispielsweise dürfen sich Inhaber der TWIC-Karte ohne Begleitung im Hafen bewegen; Personen ohne diese Karte erhalten eine vorübergehende Zutrittsberechtigung und werden während ihres Aufenthalts im Hafen ständig begleitet. Die Workflows sind auf die Transportbedingungen für die Ware abgestimmt. Verderbliche Produkte, die gekühlt werden müssen, haben ihren eigenen Workflow.

 

Wir entwickeln das Geschäft ständig weiter. Da die Anforderungen unserer Kunden sich ändern, ändern sich auch unsere Anforderungen. Und wir müssen und wollen darauf eingestellt sein, unsere Kunden zu unterstützen.
David St. Pierre, Leiter der Seehafensicherheit im Port Manatee.

Die Umsetzung des integrierten Systems von Siemens fiel mit der Einführung eines Wi-Fi-Systems zusammen: Sicherheitsbeamte können von jedem Ort aus auf Daten zugreifen und sie in das System eingeben. So ergibt sich laut St. Pierre eine viel detailliertere und solidere Erfassung der Aktivitäten von Hafenbenutzern, als es bisher möglich war. Zusätzliche Verbesserungen bringt die „Audit-Trail“-Funktion: Mittels dieses Programmes wird eine langfristige Aufzeichnung der Aktivitäten der Hafenbenutzer erstellt. Trends werden verfolgt und künftige Anforderungen prognostiziert, was die Entwicklung des Hafens unterstützt.

„Wir entwickeln das Geschäft ständig weiter“, sagt St. Pierre. „Da sich die Anforderungen unserer Kunden sich ändern, ändern sich auch unsere Anforderungen. Und wir müssen und wollen darauf eingestellt sein, unsere Kunden zu unterstützen.”

Vergrößerung des Gewinns

Mit dem integrierten System kann Port Manatee außerdem Kosten, die mit den Sicherheitsbedingungen zusammenhängen, besser amortisieren und sogar senken. Bei einer vorübergehenden Zutrittsberechtigung ist das System zum Beispiel so konfiguriert, dass die Begleitgebühren automatisch den jeweiligen Benutzern zugewiesen werden. Durch eine vollautomatische Fernbedienung des Hafenvorplatzes war auch eine Senkung von Personalkosten möglich.

Port Manatee wird durch die integrierte Zutrittskontrolle und die Technologie des Sicherheitsmanagements zu einem der effizientesten Häfen der USA. „Wir haben eine einmalige geografische Lage und einzigartige Fähigkeiten“, sagt Dave Sanford, Deputy Executive Director. „Wir sind wirklich sehr gut positioniert, um in Zukunft alle möglichen Frachten aufnehmen zu können.“

27.04.2016

Text: Sam Fahmy

Bilder: Port Manatee

Die Sicherheitsabteilung arbeitet sieben Tage die Woche rund um die Uhr vom Hi-Tech-Zutrittskontrollzentrum am Haupteingang des Hafens aus. Sicherheitsbeamte überwachen das gesamte Hafengelände über ein komplexes System, durch das Fahrzeuge mit einer hochqualifizierten unaufdringlichen Überprüfung durch den Hafen gelenkt werden können. Außerdem patrouillieren Sicherheitsbeamte mit einer Flotte von Hybridfahrzeugen im Hafen und sichern mit Videoüberwachungssystemen die Wasserstraßen.

 

 

 

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