Moderne Lösung für Traditionsbrauerei

Seit 1876 wird in der Feldschlösschen-Brauerei in Rheinfelden in der Schweiz Bier gebraut. Der schöne, an ein herrschaftliches Schloss erinnernde Hauptsitz wurde seitdem ständig erweitert und umgebaut. Vor Gefahren schützen zahlreiche Brandmeldesysteme, die jetzt Schritt für Schritt modernisiert und erweitert werden.

Rheinfelden ist der Hauptsitz von Feldschlösschen, der führenden Brauerei und des grössten Getränkehändlers der Schweiz. Das weitläufige Gelände mit rund einem Dutzend Gebäuden ist für seine imposanten, schlossartigen Fabrikanlagen bekannt. Viele der Gebäude wurden bereits während der Gründerzeit gebaut und immer wieder erweitert oder umgebaut. Deshalb ist es eine große Herausforderung, ein solches Areal zuverlässig vor Feuer zu schützen. Ein Brand hätte weitreichende Folgen, vor allem bei einem Ausfall der Produktion. Die Brauerei Feldschlösschen besitzt daher eine Betriebsfeuerwehr mit rund 20 Mitarbeitern und drei Fahrzeugen, die bei einem Zwischenfall angefordert wird, um die Situation zu entschärfen. Für eine sichere Detektion und einen zuverlässigen Brandschutz sorgen über 2.000 Brandmelder und 17 Brandmeldezentralen von Siemens. Das komplexe System ist immer wieder gewachsen und besteht aus neueren und älteren Anlagen, die nun schrittweise modernisiert werden.

Vernetzung der Anlagen

Für Andreas Sulser, Kommandant der Feuerwehr bei Feldschlösschen, war klar, dass die Modernisierung der Brandmeldeanlagen kein Eins-zu-eins-Ersatz sein soll: „Wir wollten von vornherein eine schrittweise Modernisierung und Optimierung der Anlagen. Unser Ziel ist eine einfachere Struktur mit weniger, aber dafür vernetzen Zentralen.“ Mit diesen klaren Vorstellungen kontaktierte er den Verkaufsingenieur Rudolf Poredos von der Siemens Schweiz AG. Gemeinsam erarbeiteten sie eine komplette Abbildung des Areals und erfassten, wo die Melder und Zentralen installiert sind und wann diese ersetzt werden müssen. Zudem definierten sie, welche Zentralen zusammengeschlossen werden und welche Informationen über bestehende oder neue Verbindungsleitungen auf andere Zentralen zu verteilen sind.

Wir wollten von vornherein eine schrittweise Modernisierung und Optimierung der Anlagen.
Andreas Sulser, Kommandant der Feuerwehr bei Feldschlösschen

Für Andreas Sulser ist die Funktionalität eines Systems ausschlaggebend. Das war auch ein Grund, weshalb die Entscheidungsfindung für das neue System ein längerer Prozess war. „Als Erstes informierte ich mich auf einer Sicherheitsmesse über das vernetzbare Sinteso-Brandschutzsystem. Der Besuch im Feuerlabor des Visitor Center bei Siemens Building Technologies in Zug zeigte mir dessen Zuverlässigkeit. Völlig überzeugt haben mich aber dann die Besichtigung eines Projektes und das positive Gespräch mit dem Betreiber“, erklärt Sulser.

 

Die längerfristige Vorgehensweise auf der Basis einer vorausschauenden Planung bildet den Grundstein für den Endausbau. „Wenn eine AlgoRex Melder-Revision ansteht, ersetzen wir die Melder nicht eins zu eins, sondern rüsten schon auf Sinteso-Technik um. Damit ist die Basis für die Zukunft gelegt“, erklärt Andreas Sulser. Für die Servicetechniker vor Ort wurde ein Installationsstandard definiert, sodass die Umsetzung bei einer solch großen Anlage einwandfrei klappt.

Schnelle Hilfe bei Blitzeinschlag

Für die langjährige Zusammenarbeit mit Siemens findet Andreas Sulser nur gute Worte und fügt gleich ein Beispiel an: „Als eine Brandmeldeanlage an einem späten Freitagnachmittag durch einen Blitzeinschlag beschädigt wurde, mussten schnell Ersatzteile geliefert werden. Nach meinem Anruf bei Siemens kam ein Servicetechniker, und die Anlage lief um 21 Uhr wieder. Diese Zuverlässigkeit, auch bei schwierigeren Fällen, schätze ich sehr.“ Als künftiges Thema steht eine mögliche Integration von Sinteso Mobile an, das den Fernzugriff auf die Anlage per Smartphone oder Tablet erlaubt.

Die Feldschlösschen Getränke AG mit Hauptsitz in Rheinfelden ist die führende Brauerei und der größte Getränkehändler in der Schweiz. Das Unternehmen besteht seit 1876 und beschäftigt 1.300 Mitarbeiter an 21 Standorten. Mit einem Sortiment von über 40 eigenen Schweizer Markenbieren und einem umfassenden Getränkeportfolio von Mineralwasser über Softdrinks bis Wein, beliefert Feldschlösschen 25.000 Kunden aus Gastronomie, Einzel- und Getränkehandel. Die jährliche Getränkeproduktion liegt bei mehr als 340 Millionen Litern.

Pictures: © Feldschlösschen Getränke AG

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