Siemensstadt

Die Anfänge der Siemensstadt – Bauen für die Zukunft

Im ausgehenden 19. Jahrhundert errichtet Siemens & Halske auf Brachland einen neuen Standort. Auch Wohnsiedlungen, Forschungseinrichtungen sowie soziale und kulturelle Einrichtungen werden gebaut. Es entsteht ein neuer Stadtteil: Die Siemensstadt.
Industrialisierung und Expansion

Berlin und seine Industrie wachsen

Berlin im Jahre 1897: In der Hauptstadt des Deutschen Reiches leben rund 1,8 Millionen Menschen. Der Gründerkrach ist überwunden, die Wirtschaft prosperiert und die Industrialisierung schreitet voran. Der Beginn der ersten „Randwanderung der Industrie“ liegt rund 50 Jahre zurück: Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Maschinenbaufabriken und Eisengießereien vom so genannten „Feuerland“ entlang der Chausseestraße im heutigen Stadtteil Mitte insbesondere nach Moabit und Gesundbrunnen verlagert.
Das Oranienburger Revier, [...] enthält das Berliner Feuerland, ein zweites Birmingham, das Reich, welches Borsig gründete und seine Konkurrenten erweiterten, wo unzählige Obelisken der Industrie die Atmosphäre mit Kohlenqualm schwängerten, wo man überall Ruß und Eisen riecht, überall Maschinen und Schmiedehämmer pochen hört.
Robert Springer, 1876

Die zweite Randwanderung der Industrie, diesmal vorzugsweise in Richtung Tegel, Spandau und Oberschöneweide, ist bereits in vollem Gange und betrifft unter anderem die seit Jahren expandierende Elektroindustrie. Während sich kleinere Firmen dieser Branche nach wie vor in Berlin ansiedeln, sehen sich die beiden größten – Siemens & Halske (S&H) sowie die Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft (AEG) – gezwungen, die komplette Fertigung oder Teile der Fertigung an Standorte außerhalb Berlins zu verlagern. 

Rasantes Firmenwachstum: Von der Werkstatt zum Weltunternehmen

Die Telegraphen-Bauanstalt von Siemens & Halske startet in einer kleinen Berliner Werkstatt als Zehn-Mann-Betrieb im heutigen Ortsteil Kreuzberg. Als die Werkstatt fünf Jahre später innerhalb des Ortsteils in die Markgrafenstraße verlegt wird, hat S&H in Berlin 90 Mitarbeiter. Die systematische Ausweitung des Fertigungsspektrums sowohl der Erzeugnisse für den Schwachstromsektor als auch ab Mitte der 1860er-Jahre für den Starkstromsektor ist mit einem allmählichen Anstieg der Beschäftigtenzahlen verbunden. Sie führt angesichts der begrenzten räumlichen Kapazitäten zum Erwerb weiter Grundstücke – nicht nur in unmittelbarer Nachbarschaft, sondern, die erste Randwanderung markierend, auch in der selbständigen Stadt Charlottenburg.

 

30 Jahre nach der Unternehmensgründung arbeiten bei S&H in Berlin und Charlottenburg knapp 700 Mann. Weitere sechs Jahre später sind es bereits 900. „Das Berliner Werk ist übervoll“, klagt Werner von Siemens Anfang Februar 1883, aber es ist bereits eine Lösung in Sicht, die die Randwanderung nach Charlottenburg fortsetzt: Durch den Erwerb eines Fabrikgrundstücks am Salzufer 11/12 kann die Kabelfertigung 1884 von Berlin in das so genannte Charlottenburger Werk verlagert werden.

 

Anfang der 1890er-Jahre hat S&H in Berlin und in Charlottenburg bereits über 3.000 Arbeiter und Angestellte, Tendenz steigend. Der weitere Aufschwung des Unternehmens führt an beiden Standorten zu einer extremen Zuspitzung der Raumsituation und infolgedessen erneut zur Suche nach einem alternativen Standort. Die im Ergebnis heftiger Diskussionen favorisierte Gegend liegt nördlich der Spree zwischen Charlottenburg und Spandau: die Nonnenwiesen. Am 7. Mai 1897 wird das erste Grundstück erworben, zwei Jahre später nimmt das dort erbaute Kabelwerk – die Keimzelle von Siemensstadt – den Betrieb auf. Zu Beginn der zweiten Randwanderung des Unternehmens sind nur einige hundert Männer und Frauen an dem neuen Standort tätig, als der Ausbau von Siemensstadt dreißig Jahre später vor dem Abschluss steht, arbeiten hier über 65.000 Menschen. 

Brachland wird erschlossen: Die Nonnenwiesen

Zwischen 1897 und 1900 erwerben S&H zunächst beginnend mit den „Nonnenwiesen“ zwölf Grundstücke mit einer Fläche von insgesamt 21 Hektar. Die Flächen liegen zwischen dem Nonnendamm im Norden – dessen Name auf die Vorbesitzer der Gegend verweist –, der Spree im Süden, der späteren Reisstraße im Osten und dem südlichen Rohrdamm im Westen. Allein zwischen 1905 und 1923 vergrößert sich das Gelände durch weitere Grundstückkäufe auf insgesamt 212,22 Hektar. Das Gebiet lässt sich in räumlich-geografischer Hinsicht in drei Bereiche einteilen: Spreegelände, Nonnendammallee, Gartenfeld. 

 

Der neue Standort an den Nonnenwiesen ist zunächst alles andere als attraktiv, denn das Gelände gleicht einer Einöde.

 

In die Frühphase der Bebauung des Spreegeländes fällt 1903 die Gründung der Siemens-Schuckertwerke GmbH (SSW), in der das Starkstromgeschäft gebündelt wird, während S&H das Schwachstromgeschäft betreibt. Im Zuge dessen werden den SSW das Kabelwerk auf dem Spreegelände, das Charlottenburger Werk sowie die im Berliner Werk ansässige Verkehrsabteilung mit ihren technischen Büros zugeordnet. Die Umzüge der einzelnen Abteilungen des Berliner und des Charlottenburger Werkes respektive der S&H- und SSW-Abteilungen an den neuen Standort sind im Verlauf der 1910er-Jahre weitgehend abgeschlossen.

Verkehrsmäßig war es gänzlich entlegen, die nächsten Siedlungen waren etwa in drei Viertelstunden zu Fuß zu erreichen. Es kostete die Firmenleitung einen gewissen Entschluss, sich in dieser Wildnis anzukaufen, denn eigentlich sprach alles dagegen, und nur eines dafür: hier war endlich Platz. Aber man war von den chronischen Raumnöten allmählich derart mürbe geworden, dass man den Vorteil der Ausdehnungsmöglichkeit allen anderen voranstellte.
Georg Siemens, 1947
Namensgebung

Von den Nonnenwiesen zur Siemensstadt

Die Bezeichnung Siemensstadt findet in unternehmensinternen Zusammenhängen bereits in den frühen 1910er-Jahren Verwendung. Vereinzelt nutzt auch bereits die Presse diesen Namen. So veröffentlicht beispielsweise die Spandauer Zeitung am 18. November 1912 einen Bericht über den neuen Ortsteil, der zu diesem Zeitpunkt unter „Nonnendamm“ firmiert.
Der Name Siemensstadt scheint auf dem Nonnendamm selbst noch nicht genügend Anhänger gefunden zu haben. Das ist um so verwunderlicher, als gerade diesem Namen […] behördlicherseits keine Schwierigkeiten bereitet werden dürften. ‚Siemensstadt‘ ist wohl auch die geeignete Bezeichnung […].
Spandauer Zeitung, 1912

Ein knappes Jahr später, am 4. September 1913, spricht sich das Spandauer Bezirksparlament einstimmig für die Umbenennung des Ortsteils „Nonnendamm“ in „Siemensstadt“ aus. Ab 1. Januar 1914 gilt die neue Bezeichnung offiziell. 

Vom Produktionsstandort zum eigenen Stadtteil

Forschung und Ausbildung

Die Zukunft im Blick

Für eine weitere Ausdehnung unserer Laboratorien ist insofern gesorgt, als die Möglichkeit besteht, den Bau auf dem bisher zur Verfügung stehenden Grundstück um 100% zu erweitern.
Hans Gerdien, 1926

Forschen für den Fortschritt – das ist von Anfang an die Devise der Ingenieure von S&H und SSW. Die Siemensstadt verfügt über zwei Forschungslaboratorien: Auf dem Gelände Nonnendammallee entsteht zwischen 1906 und 1907 das „Chemisch-Physikalische Laboratorium“, das in die Annalen der Siemens-Geschichte unter dem Namen „Charlotte“ eingeht. 1914 beginnen auf dem Spreegelände die Baumaßnahmen für ein zentrales Forschungslabor, das ab 1924 unter der Bezeichnung „Forschungslaboratorium der Siemens & Halske AG und der Siemens-Schuckertwerke GmbH" firmiert.

Bei der Ausbildung des eigenen Facharbeiternachwuchses konzentriert sich S&H ab Beginn der 1890er-Jahre zunächst auf die Vermittlung praktischer Fertigkeiten in Lehrwerkstätten. Zur Verbindung von fachtheoretischer und praxisorientierter Ausbildung kommt es im Jahre 1906 auf dem Nonnendammgelände durch die Gründung einer Werkberufsschule, die heute zu den ältesten Ausbildungsstätten ihrer Art in Deutschland gehört.

Wohnungsbau

Die „Wohnstadt“: Raum für Arbeiter und Angestellte

Mit der Inbetriebnahme des Kabelwerks Westend stellte sich die Frage, ob sich S&H auch auf dem Gebiet des Wohnungsbaus für seine Beschäftigen betätigen soll. Zunächst tritt das Unternehmen nicht als Bauherr in Erscheinung, unterstützt jedoch die Schaffung von Wohnraum in finanzieller Hinsicht. Die ersten Mietshäuser – errichtet im Auftrag von Siemens durch die Märkische Bodengesellschaft – sind 1905 bezugsfertig und bilden den Grundstock der Siedlung „Nonnendamm“. Die gravierende Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg veranlasst S&H und SSW 1919 zur Gründung der Wohnungsgesellschaft Siemensstadt GmbH – ab 1922 Siemens Wohnungsgesellschaft. Diese erwirbt ihrerseits ein 200.000 Quadratmeter großes Gelände, auf dem ab 1922 in vier Bauabschnitten nach den Entwürfen von Hans Hertlein mehr als 500 Zwei-, Drei- und Vierzimmer-Wohnungen errichtet werden, die die Siedlung „Siemensstadt“ bilden. In den 1930-Jahren folgt die Siedlung „Heimat“ mit über 1.000 Mietwohnungen. 

 

Ein Musterbeispiel für die architektonische Richtung des Neuen Bauens ist die „Ringsiedlung“ bzw. „Großsiedlung Siemensstadt“ mit knapp 1.400 Wohnungen, an deren Entwurf unter anderem Walter Gropius, Otto Bartning und Hugo Häring beteiligt sind. Ende des 1930er-Jahre hat die Wohnstadt 13.000 Einwohner. 

Es sollte […] ein lebendiges Gebilde zum Wachsen kommen, wobei ein lockeres Zusammenwirken von Straßen mit höheren dreigeschossigen Wohnbauten und solchen mit nur ein- und zweigeschossigen Gebäuden angestrebt wurde, teilweise mit einem gemütlichen, mehr dorfartigen Charakter.
Hans Hertlein
Infrastruktur

Mobilität: Dringend benötigte Verkehrsanbindungen

Als S&H sein Kabelwerk auf dem Spreegelände 1899 in Betrieb nimmt, steigt die Zahl der Beschäftigten schnell auf über 1.200 an. Wer hier arbeitet, kommt neun Jahre lang entweder zu Fuß über eher unwegsames Gelände von weit entlegenen S- oder Vorortbahnhöfen zur Arbeit oder er nutzt den Wasserweg. Mit der Inbetriebnahme des Wernerwerks I auf dem Spreegelände im Frühjahr 1905 arbeiten in der künftigen Siemensstadt schon 5.200 Menschen. Im April 1906 verzeichnet die Statistik bereits 7.823 Beschäftigte, ein Jahr später sind es schon 10.081. Im April 1908 ist die Rede von rund 15.000 Arbeitern und Angestellten. Zu einer verbesserten Verkehrsanbindung kommt es erst ab Oktober 1908 durch die Eröffnung der Nonnendammbahn. Gut frequentiert wird die zunächst von S&H betriebene Straßenbahn allerdings erst nach ihrer Verlängerung in die Spandauer Altstadt im Jahre 1909.
Auf der Nonnendammbahn herrscht jetzt in den Morgen- und Abendstunden ein sehr starker Verkehr, so dass häufiger Züge mit drei Wagen in Betrieb gesetzt werden müssen, um den Andrang der Fahrgäste zu bewältigen, dabei sind die Wagen oft bis auf den letzten Platz besetzt …
Anzeiger für das Havelland, 1910

Die Nonnendammbahn ist nicht die einzige Straßenbahn, die in den 1910er- und 1920er-Jahren durch Siemensstadt fährt. Dennoch decken die zur Verfügung stehenden Kapazitäten den Beförderungsbedarf in den Hauptverkehrszeiten nicht, so dass in den Straßenbahnen chaotische Verhältnisse herrschen. Eine spürbare Entlastung des Berufsverkehrs setzt erst mit der Inbetriebnahme der Siemensbahn ein.  

Bedeutung

Zitate von Zeitgenossen: Die Faszination der Elektrostadt im Grünen

Der Journalist und Schriftsteller Walther Kiaulehn schildert in seinem Buch „Berlin. Schicksal einer Weltstadt“ die Entwicklung Berlins zwischen 1871 und 1933. Die Industrialisierung thematisiert er zwar in erster Linie am Beispiel der Firmen Borsig und AEG, aber auch das Unternehmen Siemens, dessen Gründer er sehr schätzt, findet Erwähnung. „Man wusste, die Herren von Siemens gab es immer noch, aber das änderte nichts daran, dass sie als leibliche und fassbare Menschen nicht mehr sichtbar waren hinter den gewaltigen Werken in ihrer eigenen ‚Siemensstadt‘. […] Aus dem Berlin von 1925 führte kein Weg mehr zurück in das ‚Spreeathen‘ von 1830.“

 

Als der Schriftsteller Franz Hessel in den späten 1920er-Jahren durch Berlin flaniert, lässt er sich auch durch den Nordwesten der Stadt treiben und registriert während eines Abstechers in den Volkspark Rehberge die Schornsteine von Siemensstadt. Auf den Spaziergang folgt eine Straßenbahnfahrt, die durchaus Eindrucksvolles zu bieten hat: „Und dann fuhr ich durch Siemensstadt heim, vorbei an den Türmen: Blockwerk, Schalthaushochwerk und dem Wernerwerk mit dem Uhrenturm, dessen Zifferblatt weithin die Stunde strahlte.“ 

Architektonische Bedeutung

Prägende Formensprache: Siemens-Architektur ist stilbildend

Zunächst ist es Karl Janisch, der der Siemensstadt bis zum Ersten Weltkrieg ihr unverwechselbares Gesicht verleiht. Mit Bauten wie dem Kabelwerk Westend, dem Wernerwerk I oder dem Dynamowerk errichtet der Bauingenieur Fabriken, die eine effektive und effiziente Fertigung ermöglichen. Je nach Bedarf sind die einzelnen Gebäude flexibel zu nutzen und können problemlos erweitert werden. Dabei orientiert sich der Siemens-Architekt an Erkenntnissen, die er während internationaler Studienreisen gewonnen hat. In den USA analysiert er beispielsweise ganz gezielt produktionstechnische Abläufe, die Eingang in sein Konzept funktionaler, sozial verträglicher und über Jahrzehnte erweiterungsfähiger Werksanlagen finden. Darüber hinaus verantwortet Janisch den Bau des Chemisch-Physikalischen Laboratoriums und des Verwaltungsgebäudes am Nonnendamm/Rohrdamm. Sein Nachfolger Hans Hertlein erweitert in den 1920er-Jahren das Wernerwerk II und errichtet mit dem Schaltwerk-Hochhaus Europas erstes Fabrikhochhaus.
Karl Janisch
Schöpfer moderner und funktionaler Zweckbauten – Karl Janisch, 1921

Der vorausschauende Planer: auf den Spuren von Karl Janisch

Der Ingenieur und Regierungsbaumeister Karl Janisch errichtet im Auftrag von Siemens zahlreiche Fabrikanlagen in den drei Bereichen Spreegelände, Nonnendammallee und Gartenfeld. Sein pragmatischer Architekturstil, der sich an den Bedürfnissen einer rationellen Produktion orientiert, spiegelt sich in den heute noch gut erhaltenen Industriebauten nachhaltig wider. 

Mehr über Karl Janisch
Hans Hertlein
Siemens-Architekt par excellence – Hans Hertlein

Der Siemens-Architekt: Hans Hertlein, ein Schöpfer bleibender Werte

Hans Hertlein tritt 1912 als Architekt in die Bauabteilung von Siemens ein und entwickelt bald seinen eigenen charakteristischen Baustil der Moderne, der bis heute die Wahrnehmung und Außenwirkung des Konzerns – nicht nur in Berlin – prägt. Für die Siemensstadt errichtet er Fabrik- und Verwaltungsgebäude, aber auch Wohnsiedlungen und Sozialbauten.

Mehr über Hans Hertlein
Gesellschaftliche Bedeutung

Die Stadt in der Stadt

Die Siemensstadt ist ein städtebauliches Phänomen. Dass Unternehmen im Zuge der zweiten Randwanderung einerseits großflächige Industriekomplexe und andererseits nach zeitgenössischem Verständnis moderne Wohnsiedlungen für ihre Beschäftigten bauen, lässt sich im In- und Ausland nachweisen. Die Besonderheit von Siemensstadt besteht darin, dass letztlich auf ursprünglich gänzlich unerschlossenem Terrain innerhalb weniger Jahre eine komplette Stadt errichtet wird.
Man dürfte, ohne zu übertreiben, sagen, dass eine Stadt wie diese hier, die so ausschließlich aufgebaut sei auf die Arbeit eines Industrieunternehmens, die in solcher Gedrängtheit die Arbeitsstätte einer so gewaltigen Zahl Menschen sei und die trotzdem Werkstatt, Wohnraum und Natur harmonisch zusammenschlösse, in Deutschland, ja in der ganzen Welt, etwas Besonderes und Einziges sei.
Carl Friedrich von Siemens, 1930 
Ausblick

Von der „Siemensstadt 1.0“ zur „Siemensstadt 2.0“

Auf einem Teilgelände der „alten Siemensstadt“ von 70 Hektar Fläche mit teilweise denkmalgeschützter Architektur plant die Siemens AG ihre mit 600 Millionen Euro größte Einzelinvestition in Berlin. Vorgesehen ist die Errichtung einer „neuen Siemensstadt“, in der gearbeitet, geforscht und gewohnt wird. Ziel ist es unter anderem, das großflächige Industrieareal in einen modernen und von vielfältigen Nutzungen geprägten urbanen Stadtteil der Zukunft zu wandeln.