Die Welt zu Gast

Siemens auf der Hannover Messe, 1947–2019

Sich der Welt zeigen: Siemens präsentiert sich auch 2019 mit innovativen Produkten und Lösungen auf der Hannover Messe. Gehen Sie mit uns auf eine spannende Zeitreise durch sieben Jahrzehnte Messegeschichte und erleben Sie, wie sich das Gesicht von Siemens gewandelt hat – von den Anfängen bis heute. 

Auch steht wie jedes Jahr wieder ein Land im Fokus der Weltleitmesse der Industrie. Das Partnerland der Hannover Messe 2019 ist Schweden

1940er-Jahre: Die Anfänge

Wie alles begann

Der Impuls kommt zwei Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs: Auf Initiative der britischen Militärregierung findet vom 18. August bis 7. September 1947 in Hannover die erste Exportmesse (seit 1961 Hannover Messe) statt. Knapp 1.300 ausschließlich deutsche Aussteller verteilen sich auf insgesamt fünf Hallen. Auch Siemens ist mit dabei. 

Die ersten Exportmessen in Hannover sind von den spezifischen Rahmenbedingungen der Nachkriegszeit geprägt. Die Messebesucher haben einen klaren Fokus – sie „interessiert allgemein nur, was es wieder gibt, und dazu genügt die reine Produktdarbietung in einfachster Form“.  Entsprechend karg ist der Siemens-Stand zu Beginn: Auch angesichts begrenzter finanzieller Mittel und in Ermangelung geeigneter Materialien beschränkt er sich auf eine schlichte Aneinanderreihung der ausgestellten Einzelprodukte. 

Im Frühjahr 1949 zeigen die einzelnen Siemens-Werke in Halle 4 auf rund 200 Quadratmetern ihr Lieferprogramm. Doch die nüchterne Präsentation gefällt nicht jedem: In einer zeitgenössischen Quelle wird beklagt, dass der Stand „mit Geräten sehr überladen [war], eine jede Abteilung wollte möglichst jedes lieferbare Gerät ausstellen. Es galt ja neue Exportaufträge hereinzuholen.“ Der Messestand habe die Anmutung eines „Warenlagers“.

1950er-Jahre: Das Wirtschaftswunder

Den Weltmarkt im Blick

Schnell entwickelt sich die Messe zum Symbol des deutschen Wirtschaftswunders – und der Blick geht über den Heimatmarkt hinaus: 1950 beteiligen sich erstmals auch internationale Aussteller an der in „Deutsche Industrie-Messe" umbenannten Veranstaltung. 
1960er-Jahre: Der Wandel

Innovationen neu präsentiert

Die Märkte werden dynamischer, die Kunden wünschen sich mehr Informationen, und Siemens erkennt, dass damit auch das Ausstellungs- und Messedesign moderner werden muss.
1970er- bis 1990er-Jahre: Das beginnende Informationszeitalter

Mit der Zeit gehen

Das Wachstum geht weiter, das Konzept ändert sich: Anfang der 1970er-Jahre belegt Siemens auf der Hannover Messe insgesamt mehr als 7.000 Quadratmeter Fläche. Das inhaltliche und gestalterische Konzept des Messeauftritts ist grundlegend überarbeitet. 
1997: 150 Jahre Siemens

Ein Jahr der Jubiläen

Doppeljubiläum: 1997 feiern sowohl die Hannover Messe als auch Siemens Geburtstag – für die weltgrößte Industriemesse ist es der 50., für den Elektrokonzern der 150. Aus diesem Anlass richtet Siemens unter dem Motto „Faszination Zukunft“ in einem 8.000 Quadratmeter großen Pavillon den Blick nach vorn. Highlights der Sonderschau in Halle 25 sind ein 70 Meter langer Zeittunnel durch 150 Jahre Industriegeschichte sowie eine 3-D-Cyberspace-Reise durch die Fabrik von morgen. Interessenten, die keine Gelegenheit haben, nach Hannover zu reisen, können den Siemens-Stand erstmals dreidimensional im Internet besuchen.
2000er-Jahre: Der Durchbruch der Digitalisierung

Die Industrie im Fokus

2007 starten die Hannover Messe AG und die Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ in Zusammenarbeit mit Wirtschaft, Wissenschaft und Politik die Nachwuchs-Initiative TectoYou. Das an ausgewählte Fachmessen gekoppelte Programm soll Jugendlichen den Spaß an der Technik vermitteln und ihnen interessante Berufsperspektiven aufzeigen.

 

Als einer der Hauptsponsoren – und größter Aussteller auf der Hannover Messe – beteiligt sich Siemens an dieser Initiative und ermöglicht rund 1.000 Schülerinnen und Schülern die Reise nach Hannover.

2011 steht die Hannover Messe – und damit der Auftritt von Siemens – ganz im Zeichen von „Smart Efficiency“. Auf dem Hauptstand in Halle 9 zeigt der Sektor Industry, wie sich vom Design bis zum Betrieb einer Anlage Ressourcen effizient nutzen und Produktivitätspotenziale realisieren lassen. Zusätzlich präsentiert Siemens in weiteren Hallen Produkte, Lösungen und Umwelttechnologien, mit denen Kunden die Effizienz ihrer Anlagen steigern können.

 

Der Stand belegt 4.200 Quadratmeter Fläche und wird in 25 Tagen aufgebaut. Nach fünf Tagen ist alles vorbei – doch „nach der Messe“ ist „vor der Messe“: Die Organisation der Messe 2012 wirft schon ihren Schatten voraus. Bereits im Juli 2011 beginnt das Organisationsteam rund um den Hauptstand mit der Konkretisierung seiner Planungen.

2016 sind die USA erstmals in der Geschichte Partnerland der Hannover Messe; US-Präsident Barack Obama eröffnet die Messe gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Zusammen besuchen sie auch den Siemens-Stand, der unter dem Motto „Ingenuity for life – Driving the Digital Enterprise“ steht.

 

Auf dem größten Einzelstand der Messe präsentiert Siemens einen Überblick über sein umfassendes Portfolio im Bereich Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung, darunter zahlreiche Innovationen in Energieverteilung, Automatisierungs- und Antriebstechnik sowie Industriesoftware. An zahlreichen Praxisbeispielen wird den Messebesuchern anschaulich demonstriert, wie Unternehmen von der Verschmelzung der realen mit der virtuellen Welt profitieren können.

2018 besuchen mehr als 100.000 Besucher die Präsentation unter dem Motto „Digital Enterprise – Implement now!“  Auf 3.500 Quadratmetern in Halle 9 zeigt Siemens, wie sich in unterschiedlichen Branchen Unternehmen jeder Größe mit dem Einsatz des Digital-Enterprise-Portfolios echte Wettbewerbsvorteile sichern.  Im Mittelpunkt steht dabei das weiter ausgebaute Angebot für das „Digital Enterprise“ – mit flexibleren Lösungen in Design, Produktionsprozessen und -strukturen. 

 

Bei der Entwicklung von Cloud-Anwendungen geht Siemens auf der Hannover Messe 2018 neue Wege und präsentiert in der "MindSphere-Lounge" mit Kunden und Partnern die neuesten Entwicklungen und Anwendungen zu MindSphere 3.0. Zudem erarbeiten externe Entwickler und Startups im Rahmen der "MindSphere Open Space Challenge" in offener Zusammenarbeit kreative Ansätze für neue Kundenlösungen und Geschäftsmodelle auf MindSphere-Basis.

 

 

 

Sabine Dittler