Business to Society –  Verwirklichen, worauf es ankommt

Oder: Was wir aus unserer Geschichte lernen können 
Der Sinn und Zweck eines Unternehmens

Der Gesellschaft dienen

Welchen Beitrag kann ein Unternehmen für die Allgemeinheit leisten? Welchen Einfluss hat es auf die Entwicklung der Gesellschaften und Volkswirtschaften, in denen es verankert ist? Und welche Verantwortung fällt ihm dabei zu?

Diese Fragen hat Siemens mit seiner Vision 2020+ jüngst erneut eindeutig beantwortet: Das Unternehmen stellt sich seiner Verantwortung, leistet aus einer Position der Stärke heraus nachhaltigen Nutzen und stiftet Mehrwert – für seine Aktionäre, Mitarbeiter, Kunden sowie für seine Geschäftspartner und die Gesellschaften überall in der Welt. Joe Kaeser formuliert es wie folgt:  „Nur die Starken können den Schwachen helfen, Verantwortung übernehmen und sie dann erfüllen. Der Dienst an der Gesellschaft und die Wertschöpfung für alle Stakeholder sind die Schlüsselaspekte unseres Ziels, und sie bestimmen, wie wir Ressourcen einsetzen.“ Diese Haltung nennt Siemens „Business to Society“. Was das bedeutet, zeigt ein Blick in die Siemens-Geschichte.

Ein Unternehmen muss zum Wohlergehen und Fortschritt der Gesellschaft beitragen – nicht nur kurzfristig, sondern nachhaltig im Interesse künftiger Generationen. Das nennen wir Business to Society.
Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG
Für augenblicklichen Gewinn verkaufe ich die Zukunft nicht!
Werner von Siemens, 1884

Gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen ist für Siemens eine tragende Säule unternehmerischen Handelns – und das seit mehr als 170 Jahren. Seit seiner Gründung im Jahr 1847 ist das Unternehmen bestrebt, mit seinen Produkten, Lösungen und Services weltweit die Lebensqualität der Menschen zu verbessern, Werte zu schaffen und damit Vertrauen in seine Leistungsfähigkeit zu gewinnen. Denn nur der, der seine eigene Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart meistern und die Zukunft gestalten.

Innovationen und Mut

Voraussetzungen, die Zukunft erfolgreich zu gestalten

Am Anfang stehen stets eine Idee und der Mut, diese Idee zum Erfolg zu führen: von der Erfindung des Siemens-Zeigertelegrafen 1847 und der Entdeckung des dynamoelektrischen Prinzips 1866 bis hin zu MindSphere, dem Betriebssystem für das Internet der Dinge. Es sind die wegbereitenden Technologien und Geschäftsmodelle, die zur DNA von Siemens gehören – Innovationen, die die Welt prägen, weil sie sich auf wirtschaftlich und gesellschaftlich relevante Schlüsseltechnologien konzentrieren.
Wirtschaftskraft und Internationalität

Als lokaler Partner die gesellschaftliche Entwicklung gestalten

Bei Siemens paart sich Innovationskraft mit Wirtschaftskraft und Internationalität. Dies schafft eine Position der ökonomischen Stärke und ist die Voraussetzung für verantwortungsbewusstes Handeln. Nur wer Veränderungen akzeptiert, antizipiert und gestaltet, wird diese Stärke haben. Siemens ist heute in aller Welt verwurzelt und wird vor Ort als lokaler Partner und integraler Bestandteil der jeweiligen Gesellschaften angesehen. Es kommt darauf an, deren Mentalitäten und lokalen Gepflogenheiten zu verstehen und anzuerkennen sowie aktiv zu deren gesellschaftlichen Weiterentwicklung beizutragen – das ist es, was für Siemens gelebte Business to Society ausmacht.
Vertrauen

Aus einer Position der Stärke Vertrauen gewinnen

Unternehmerischer Erfolg ist auf Vertrauen aufgebaut. Hierzu gehört eine verantwortungsvolle Führung, die Freiraum für Kreativität schafft und auf die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter und deren Eigenverantwortung vertraut: Auf eine solche Eigentümerkultur besinnt sich Siemens seit der Gründung. Sie spiegelt sich in zahlreichen sozialpolitischen Maßnahmen wider, die nach wie vor Bestand haben.
Nachhaltiges Wirtschaften

Balance zwischen ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Zielen erreichen

Business to Society beinhaltet auch eine Balance zwischen ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Zielen. Sie zu erreichen ist Leitlinie der Siemens-Nachhaltigkeitsstrategie. Siemens orientiert sich dabei an den 17 Zielen der „Agenda 2030“ für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen und weiß sein Portfolio in den Geschäftsfeldern Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung dafür zu nutzen. Dabei geht das Unternehmen selbst mit bestem Beispiel voran: Als erster großer Industriekonzern weltweit will Siemens bis 2030 klimaneutral werden und die CO2-Bilanz des operativen Geschäfts bis zum Jahr 2020 halbieren.

Charter of Trust

Vertrauen braucht Zeit und Beständigkeit, es will erworben werden. Siemens setzt sich stets dafür ein, seinen Kunden und seinen Mitarbeitern ein verantwortungsvoller Partner zu sein und dadurch Vertrauen zu erwerben. Dieses Grundprinzip betont schon der Sohn des Firmengründers Carl Friedrich von Siemens mit seinem Grundsatz „Wirtschaft ist auf Vertrauen aufgebaut“, und es liegt auch der ganz aktuellen, von Siemens initiierten „Charter of Trust“ für eine sichere digitale Welt zugrunde, die 15 Weltkonzerne und die Münchner Sicherheitskonferenz zusammenbringt, um sich gemeinsam den Herausforderungen der Cyber-Attacken zu stellen: als starke Partner und Thought Leader der Digitalisierung.

Charter of Trust – Für eine sichere digitale Welt

Mehr erfahren

Gesellschaftliche Verantwortung

Einstehen für Demokratie und Menschlichkeit

Vertrauen zu gewinnen und Mehrwert für die Gesellschaft zu übernehmen bedeutet für Joe Kaeser auch, Verantwortung zu übernehmen und dafür einzustehen, wenn die Grundprinzipien des gesellschaftlichen Lebens in Gefahr sind. Anlässlich der Verleihung des Preises für Verständigung und Toleranz am 11. November 2017 im Jüdischen Museum Berlin macht er deutlich, dass man sich nicht zurückziehen darf, wenn Demokratie und Rechtsstaat in Gefahr sind.

Jeder Unternehmer wie jeder Bürger habe die Verpflichtung, aktiv für die Grundprinzipien einzustehen. Als im Deutschen Bundestag im Mai 2018 fremdenfeindliche Parolen vonseiten der Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel (AfD) ins Plenum getragen werden, meldet er sich über Twitter zu Wort. Und mit einer von Kaeser initiierten gemeinsamen Erklärung von Vorstand, Gesamtbetriebsrat und Leitenden Angestellten der Siemens AG sowie der IG Metall erklärt das Unternehmen unmissverständlich: „Siemens steht für Verständigung und Offenheit und stellt sich gegen jegliche Form von Diskriminierung, Ausgrenzung, Hass und Nationalismus. Vorstand, Führungskräfte, Gesamtbetriebsrat, die gesamte Belegschaft sowie die IG Metall verwehren sich gegen jede Art von Populismus und Rassismus. Ungeachtet wo auf der Welt oder von wem eine Diskriminierung ausgeht – sie steht im krassen Widerspruch zu den Werten unseres Unternehmens. Wir sind in mehr als 200 Ländern der Erde aktiv, und bei uns arbeiten Beschäftigte aus rund 170 verschiedenen Nationen. Respekt, Toleranz und Vielfalt sind bei uns Selbstverständlichkeiten, und sie bilden die Basis für unsere Unternehmenswerte.

 

Stärke hat bei Siemens Tradition, und wir arbeiten mit ganzer Kraft daran, auch künftig ein starkes und erfolgreiches Unternehmen zu sein. Unsere Stärke ist die Basis dafür, dass wir Verantwortung für unsere Stakeholder und die Gesellschaft übernehmen können und dass wir in der Lage sind, unsere Kräfte so einzusetzen, dass sie nachhaltige Wirkung zeigen und dem Wohle aller dienen. Business to Society ist die Leitidee unseres unternehmerischen Handelns – aufbauend auf einer langen Geschichte mit dem Blick in eine erfolgreiche Zukunft. Daher sollten und müssen wir uns wirkungsvoll gegen Diskriminierung einsetzen und für unsere Werte eintreten – Tag für Tag." Auch das ist es, was Business to Society ausmacht.

Dr. Johannes von Karczewski

History News

Das könnte Sie auch interessieren

Informieren Sie sich zu ausgewählten Ereignissen aus der Geschichte des Unternehmens in unseren History News, die wir stetig für Sie erweitern.