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Carl von Siemens

1897–1904

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Kosmopolit und Macher

Carl von Siemens zieht es früh in die Welt hinaus. Nachdem der jüngere Bruder des Firmengründers in Berlin erste Einblicke in das Leben eines Unternehmers gewonnen hat, folgen Bewährungsproben in London und Paris. Seine größten Erfolge erzielt er in Russland, wo er mit dem Aufbau und der Wartung des Staatstelegrafennetzes das erste Großprojekt von Siemens & Halske verantwortet. Mitte der 1870er-Jahre ist er maßgeblich an der Verlegung des Siemens-Transatlantikkabels beteiligt, das zusammen mit der Indo-Europäischen Telegrafenlinie den Ausgangspunkt für den heute global operierenden Konzern bildet.

„Ich scheine von der Natur für grosse Unternehmungen geschaffen zu sein, denn wo ich bis jetzt hingekommen, ist stets Grosses entstanden. […] Alle grossen Geschäfte, die während meiner 11 jährigen Sklavenzeit in London gemacht sind, Indo-European, Russisch-Japanisches Kabel, DUS-Kabel, französisches Kabel [wären] ohne mein Zuthun nicht zu Stande gekommen.“

Carl von Siemens an seinen Bruder Werner am 26.12.1888
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1843

1843

Carl von Siemens wird 1829 geboren, er ist das zehnte von insgesamt 14 Kindern. Bereits im Alter von zehn Jahren verliert er innerhalb weniger Monate beide Eltern. Nachdem er zunächst bei einem Onkel in Lübeck gelebt hat, holt ihn sein älterer Bruder Werner 1843 nach Berlin.

Hier wohnen sie gemeinsam mit den Brüdern Walter und Friedrich in einer beengten „Familien-WG”. Interessiert überwacht Werner die Schulausbildung der Brüder. Seine Aufmerksamkeit gilt insbesondere Carl, der ihn schon bald bei seinen wissenschaftlichen Experimenten unterstützt.

  • Vollmacht an Werner von Siemens für die Vormundschaft über seine Brüder Friedrich, Carl und Walter, 1845

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1851

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1851 findet im Crystal Palace im Londoner Hyde Park die erste Weltausstellung statt.

Ab 1849 arbeitet Carl von Siemens bei Siemens & Halske in Berlin. Im Frühjahr 1851 besteht er seine erste Bewährungsprobe, als er das Unternehmen erfolgreich auf der Weltausstellung in London vertritt. Der 22-Jährige führt zahlreiche Gespräche, knüpft Kontakte zu potenziellen Kunden aus Südeuropa und den USA und ergattert für das Unternehmen eine der begehrten Council Medals.

Weniger erfolgreich sind seine Versuche, in Frankreich eine Filiale für die Vermarktung des Zeigertelegrafen aufzubauen.

1853

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Dank der Erfolge im Russland-Geschäft vervielfacht sich der Umsatz von Siemens & Halske, die Exportquote steigt zeitweilig auf bis zu 80%.

Die nächste Station ist St. Petersburg, wo der gerade einmal 24-jährige Carl die Verlegung von rund 9.000 Kilometer Telegrafenkabel verantwortet. Finanziell noch einträglicher als der Linienbau ist der Abschluss langfristiger Wartungsverträge, die Siemens & Halske bis 1867 eine sichere Einnahmequelle bescheren.

1869

Siemens Brothers steigt zum Global Player am Seekabelmarkt auf. Bis 1901 realisiert die englische Niederlassung acht weitere Transatlantikkabel.

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Das Kabel verläuft in bis zu 5.000 m Tiefe

Kabel konnte die Faraday mit einer Ladung transportieren

Etwa 12 m Durchmesser hat jede Kabeltrommel

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Carl von Siemens‘ Tatkraft und Entschlossenheit zeigen sich vor allem bei Großprojekten: Ab 1869 ist er von London aus maßgeblich am Bau der Indo-Europäischen Telegrafenlinie und an der Verlegung des Siemens-Transatlantikkabels beteiligt.

Die 16-monatige Kabellegung ist ein Wagnis mit offenem Ausgang, ständig bedroht von Kabelrissen, technischen Störungen und Sabotageakten. Doch am 15. September 1875 ist die Verbindung betriebsbereit.

1880

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1882 präsentiert Siemens auf der Moskauer Industrieausstellung die erste elektrische Bahn Russlands. Zar Alexander III. ist begeistert.

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Carl ist über Jahrzehnte in erster Linie auf dem Gebiet der elektrischen Telegrafie aktiv. Dies ändert sich, als der 51-Jährige im Winter 1880 nach St. Petersburg zurückkehrt und Siemens beginnt, auch in Russland Dynamomaschinen und Elektromotoren zu produzieren. Rasch folgen erste Elektrifizierungsprojekte, deren Bau und Betrieb hohe Investitionen erfordern.

1886

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Anlässlich eines Hofballs im Januar 1887 beleuchten 12.000 Glühlampen den Winterpalast des Zaren.

Carl von Siemens gründet mit einheimischen Geschäftspartnern die St. Petersburger Gesellschaft für elektrische Beleuchtung in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft. Das Unternehmen erhält von der russischen Regierung das Recht, landesweit Elektrizitätswerke beziehungsweise -netze zu installieren und zu betreiben.

1897

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1897 wird auch Siemens & Halske in Berlin in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, nachdem sich der Firmengründer bis zuletzt gegen einen Börsengang gesträubt hat. Als letzter Vertreter der Gründergeneration übernimmt der 68-jährige Carl das Amt des ersten Aufsichtsratsvorsitzenden und betreut in dieser Rolle die Übergabe an die zweite Unternehmergeneration.

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Eine Reise durch
die Siemens-Geschichte

Wer sich mit der Geschichte von Unternehmen beschäftigt, wird Zeuge spannender Entwicklungen, taucht ein in eine Abfolge von Höhen und Tiefen, Erfolgen und Misserfolgen, ökonomischen und gesellschaftlichen Veränderungen. Und er lernt nicht nur die Gründer sondern auch die Persönlichkeiten kennen, die diese Firmen erfolgreich weiterentwickelt haben, die sie lenkten und leiteten. Genau damit beschäftigt sich das neue Buch des Siemens Historical Institute. Es zeichnet anhand von 13 ausführlichen Porträts nach, wie die mehr als 170-jährige Geschichte von Siemens mit der Geschichte Deutschlands, Europas und der Welt verwoben ist. Vom Gründer Werner von Siemens über Carl Friedrich von Siemens bis hin zu Joe Kaeser wird deutlich, dass es Personen an der Spitze braucht, die mit Mut, Tatkraft und Verantwortungsbewusstsein vorangehen und nicht davor zurückschrecken, sich den Herausforderungen der jeweiligen Zeit zu stellen und die Zukunft zu gestalten.

Carl von Siemens

Kosmopolit und Macher

1843

Unter den Augen des großen Bruders – Schulzeit und Ausbildung

1865 – 1896

Von Berlin in die Welt – Internationale Erfahrungen

1869

Auf dem Weg zur „Weltfirma" – Neues internationales Großprojekt

1880

Mit Optimismus und Elan – Rückkehr in die zweite Heimat

1887

Familienunternehmen – Erfolgsfaktor oder Auslaufmodell?

1897 – 1918

Siemens & Halske wird zur Aktiengesellschaft und baut die „Siemensstadt"

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