Siemens Statement zur verantwortungsvollen Beschaffung von Mineralien

Nachhaltigkeit in ihren drei Dimensionen (Umwelt, Menschen & Gesellschaft, ethisch einwandfreie Geschäftspraktiken) hat bei Siemens höchste Priorität.

Nachhaltiges Handeln ist die Basis unserer geschäftlichen Entscheidungen. Die „Business Conduct Guidelines“ von Siemens stecken den ethisch-rechtlichen Rahmen ab, innerhalb dessen wir handeln und auf Erfolgskurs bleiben wollen. Wir erachten die Einhaltung geltender Gesetze und interner Richtlinien als Grundlage unserer Integrität und als wesentlich für unser Geschäft.

 

Um auch in unserer Lieferkette Nachhaltigkeit zu gewährleisten, haben wir den „Code of Conduct“ geschaffen. Der „Code of Conduct für Siemens Lieferanten Geschäftspartner mit Mittlerfunktion“ (Code of Conduct) beruht unter anderem auf den Prinzipien des „Global Compact“ der Vereinten Nationen sowie auf den Grundsätzen der Internationalen Arbeitsorganisation. Wir verpflichten unsere Lieferanten vertraglich zur Einhaltung des Code of Conduct und erwarten von ihnen, die Maßgaben des Code of Conduct auch an ihre Lieferanten weiterzugeben.

 

Eines der im Code of Conduct behandelten Themen ist die verantwortliche Beschaffung von Mineralien. Mit diesem Thema befassen sich auch die OECD-Leitsätze für die Erfüllung der Sorgfaltspflicht zur Förderung verantwortungsvoller Lieferketten für Minerale aus Konflikt- und Hochrisikogebieten („OECD Due Diligence Guidance“), sowie verschiedene nationale und internationalen Vorschriften, z.B. in den Vereinigten Staaten von Amerika und in der Europäischen Union.

 

Siemens bekennt sich zu seiner Verantwortung in der Lieferkette. Denn wie viele andere Unternehmen ist sich auch Siemens der Problematik bewusst, dass bei Lieferanten eingekaufte Produkte und Komponenten Mineralien aus Konfliktregionen enthalten können.

 

Wir haben einen einheitlichen unternehmensweiten Prozess eingeführt, um die Verwendung, die Quellen und die Herkunft bestimmter Mineralien in unserer Lieferkette festzustellen. Eine enge Zusammenarbeit mit unseren Direktlieferanten unterstützt uns bei der Umsetzung dieser Maßnahmen. Wo notwendig, arbeiten wir mit Lieferanten zusammen, um Risiken zu minimieren und tragen zusätzlich Sorge dafür, dass wir im Einkauf auch weiterhin verantwortungsvoll handeln und dabei auf bewährte und etablierte Managementprozesse bauen.

 

In Bezug auf Konfliktmaterialien warnen wir vor einem De-Facto-Embargo gegen die Konflikt- und Hochrisikogebiete, wie u.a. die Demokratische Republik Kongo oder ihre Nachbarländer. Ein solches widerspräche unserem Grundsatz der Gleichberechtigung bei der Auswahl und Behandlung von Lieferanten. Wir sehen uns hier in Übereinstimmung mit vielen internationalen Menschenrechtsorganisationen.

 

Siemens hat die Leitlinie „OECD Due Diligence Guidance for Responsible Supply Chains of Minerals from Conflict-Affected and High-Risk Areas“ als Pilotmitglied für die Entwicklung entsprechender Due-Diligence-Prozesse aktiv unterstützt und plant deren weitere Unterstützung. Dabei ist vor allem eine Due-Diligence-Prüfung der Risiken in der Mineralien-Lieferkette vorgesehen. Außerdem engagiert sich Siemens für branchenweite Initiativen, wie die „Responsible Minerals Initiative“ (former “Conflict-Free Sourcing Initiative”).