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Mit BIM sparen und Mehrwert schaffen

Siemens Real Estate hat das neue Siemens Smart Infrastructure Headquarters im schweizerischen Zug vom ersten Tag an mit BIM geplant und realisiert.

Das Projekt belegt heute anschaulich: Mit BIM planen, bauen und betreiben hilft Kosten sparen und steigert den Wert einer Immobilie nachhaltig.

 

Der Begriff Building Information Modeling – kurz BIM – hat sich heute weltweit für die vernetzte Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden durchgesetzt. Die dazu erstellten digitalen Zwillinge des Gebäudes liefern mit ihren Daten Aufschluss über Umrisse, Ebenen und Wände mit Verkabelung und Versorgungsleitungen (Digital Product Twin), sowie über die installierten Anlagen der Heizung, Lüftung und Klimatechnik (Construction Twin). Gemeinsam mit aktuellen Daten aus dem Betrieb fließen die Informationen dieser beiden Zwillinge in den digitalen Performance Twin ein. Als Gehirn des Gebäudes lernt er ständig dazu und wird ein Gebäudeleben lang zur Optimierung der Effizienz, zur vorausschauenden Instandhaltung und für Simulationen genutzt.

BIM vom ersten Tag an

Für das Smart Infrastructure Headquarters in Zug richtete Siemens Real Estate bereits in der frühen Planungsphase einen sogenannten „Big Room“ ein. Vor wandhohen Touchscreens konnten dort – lange vor Grundsteinlegung – Spezialisten aus allen Fachbereichen eng zusammenarbeiten und gemeinsam planen. Änderungen flossen sofort in das digitale Modell ein, das so ständig mit weiteren Daten angereichert zur digitalen Gesamtplanung anwuchs; von Beginn an zwischen allen beteiligten Fachplanern interdisziplinär abgestimmt.

 

Die Vorteile zeigten sich beim eigentlichen Bau. Er erfolgte koordiniert, ohne teure Planungsfehler, im Zeitplan und Budget. Allein rund 6.000 mögliche Kollisionen wurden bereits in der Planungsphase entdeckt und gelöst.

 

Schon in der Rohbauphase konnten sich die zukünftigen Nutzer zudem mittels einer VR-Brille in ihre zukünftige Arbeitswelt „beamen“. In einer realitätsgetreuen, dreidimensionalen digitalen Welt konnten sie unterschiedliche Farbkonzepte und Oberflächenmaterialien testen, Planungs- und Raumaufteilungsthemen „virtuell“ diskutieren und entscheiden.

BIM im Betrieb

Inzwischen ist das Gebäude an Smart Infrastructure übergeben. Heute werden in Zug Daten von rund 10.000 Datenquellen in den Digitalen Zwilling eingespeist. Die Voraussetzung dazu liefert die innovative Gebäudetechnik und Sensorik von Smart Infrastructure. Verknüpft und analysiert mit MindSphere, dem cloudbasierten, offenen IoT-Betriebssystem von Siemens, steckt in diesen Daten ein unglaubliches Potential.

 

Nach bisherigen Schätzungen geht man davon aus, dass allein die Kosten für Energieverbrauch und Wartung um bis zu 20 % niedriger ausfallen werden, die Gesamtkosten für den Betrieb, Reparaturen und Instandhaltung (HVAC) sogar um über 30 % - im Vergleich zu einem herkömmlichen Gebäude gleicher Größe.

 

Und schließlich kommt das auch den Mitarbeitern vor Ort zu Gute. Per Comfy-App können sie beispielsweise Besprechungsräume anhand aktueller Belegungsdaten schnell und einfach buchen. Beleuchtung und Temperatur werden belegungsabhängig so gesteuert, dass immer eine optimale Wohlfühlatmosphäre entsteht. Und die Mitarbeiterzufriedenheit steigt.